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26. Februar 2026

Tarifeinigung mit Autobahn GmbH steht


Nach intensiven, aber konstruktiven Verhandlungen hat der dbb ein tragfähiges Ergebnis für die Beschäftigten der Autobahn GmbH erreicht.

Für die Beschäftigten der Autobahn GmbH gibt es demnächst 7,8 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 360 Euro. dbb-Vize und Verhandlungsführer Andreas Hemsing betonte am 26. Februar 2026 in Berlin: „Nach intensiven, aber konstruktiven Verhandlungen konnten uns auf einen tragfähigen Abschluss einigen. Der Kern des Ergebnisses ist die lineare Erhöhung in drei Schritten, die mit 7,8 Prozent am Ende sogar deutlich über unseren Forderungen liegt. Ein kumulierter Mindestbetrag von 360 Euro ist wichtig, damit auch die unteren Entgeltgruppen Reallohnerhöhungen erzielen können.“ Die Laufzeit beträgt 26 Monate.

Die linearen Steigerungen teilen sich wie folgt auf:

  • um 3,4 Prozent zum 1. Mai 2026, mindestens aber 150 EUR sowie
  • um weitere 2,4 Prozent zum 1. Januar 2027, mindestens aber 120 EUR
  • um weitere 2,0 Prozent zum 1. Januar 2028, mindestens aber 90 EUR.

Hemsing weiter: „Natürlich ist eine Tarifeinigung immer ein Kompromiss und nicht alle von unseren Forderungen sind in Erfüllung gegangen. Dennoch konnten wir in vielen Bereichen die Einkommen spürbar verbessern. Hinzu kommen soziale Komponenten wie eine betriebliche Krankenzusatzversicherung und die Altersteilzeit. Zudem werden auch die Zuschläge für ständige Schichtarbeit auf monatlich 100 EUR und für Wechselschicht auf 200 EUR angehoben. Diese Maßnahmen sind in den gefährlichen und körperlich fordernden Berufen der Straßen- und Verkehrsbeschäftigten wertvolle Entlastungen und Absicherungen.“

Ohne die Beschäftigten funktioniert Infrastruktur nicht

Hermann-Josef Siebigteroth, Bundesvorstand des VDStra., der Fachgewerkschaft der Straßen und Verkehrsbeschäftigten, dankte den Beschäftigten, die über die letzten Wochen überall in Deutschland demonstriert und gestreikt haben: „Wir waren in dieser Verhandlungsrunde sichtbar wie noch nie. Wir haben landauf, landab ordentlich Druck gemacht und das hat bei der Arbeitgeberin auch Eindruck hinterlassen. Ohne die Beschäftigten funktioniert die Infrastruktur nicht. Das Ergebnis zeigt, dass das die Autobahn GmbH auch erkannt hat.“

Auch für Auszubildenden konnte der dbb Verbesserungen erreichen: Konkret steigen die Ausbildungsentgelte zum jeweiligen Zeitpunkt zunächst um 75 Euro, anschließend um weitere 50 Euro sowie zum 1. Januar 2028 nochmals um 2 Prozent. Bei einem guten oder sehr guten Abschluss der internen Ausbildung erfolgt die unbefristete Übernahme direkt in Erfahrungsstufe 2. „Der Straßen- und Verkehrsdienst braucht dringend Nachwuchs. Mit der Aussicht auf konkurrenzfähige Entgelte und gesicherter Übernahme machen wir die Berufe deutlich attraktiver“, so Siebigteroth.

Ursprünglich veröffentlicht unter https://www.dbb.de

Quelle: dbb / 26.2.2026
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